Die Tauchreinigung

Die Tauchreinigung. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren.
 
 
Die vier Faktoren beim Ultraschallreinigen
 
 
1. Die Ultraschallkavitation.
 
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Der Reinigungserfolg hängt nicht allein von der Ultraschallkavitation (Mechanik) ab.
 
Bei der Tauchreinigung spielen weitere physikalische und chemische Vorgänge eine wichtige Rolle.
 
Bei jedem Reinigungsvorgang sind vier Faktoren beteiligt, die auf das Reinigungsgut und die Verunreinigung einwirken und die gegenseitig voneinander abhängig sind.
 
 1  - Mechanik (Ultraschallkavitation)
 2  - Chemie (Wasser und Zusatz)
 3  - Temperatur (Wärme)
 4  - Zeit
 
Bereits beim alltäglichen Händewaschen sehen Sie das Zusammenwirken dieser vier Faktoren. Je stärker Sie die Hände mit Wasser reiben (Mechanik), je wärmer das Wasser ist (Temperatur), wenn Sie etwas Seife dazunehmen (Chemie) und je länger der Vorgang dauert (Zeit), umso besser können Sie den Schmutz danach abspülen.
 
Hier spürt man direkt selber, wie wichtig die richtige Wahl und Dosierung der eingesetzten Mittel (Faktoren) ist, damit die Hände schadlos sauber werden.
 
Vorausgesetzt wird, dass auch die "Umgebung" stimmt: die Konstruktion des Warenträgers sowie die Art der Beladung sind verantwortlich, wie gut der Zutritt von Flüssigkeit und Ultraschall zur Teileoberfläche erfolgt. Und beim Ultraschall sind die Leistung im Bad und die "richtige" Frequenz entscheidend.
 
 
2. Die Reinigungsflüssigkeit. An sie werden einige Anforderungen gestellt.
 
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Heute wird meistens Wasser als Reinigungsflüssigkeit eingesetzt. Wasser pur hat aber für viele Schmutzarten eine zu geringe Lösekraft. Durch Zugabe von speziell formulierten chemischen Zusätzen und Ultraschallunterstützung können so aber auch hartnäckige Verschmutzungen entfernt werden.
 
  • Sie ist das Ausbreitungsmedium für die Ultraschallwellen.

  • Sie fördert die Bildung der Kavitation.

  • Sie leitet die Wärmeenergie zum Reinigungsgut

  • Sie unterstützt den Ultraschall durch Unterwandern und Lösen der Verschmutzung.

  • Sie transportiert die gelösten Verunreinigungen ab und verhindert ein Wiederanhaften.

  • Sie ist gut abspülbar.

  • Sie darf weder das Reinigungsgut noch die Wanne negativ verändern.

  • Und ist für Mensch und Umwelt verträglich.
Grundsätzlich sind auch organische Lösungsmittel möglich. Letztere haben ein hervorragendes Lösevermögen für ölige und fettige Verunreinigungen. Aus Gesundheits- und Umweltgründen und zum Teil auch wegen Brand- und Explosionsgefahr dürfen sie nur noch mit aufwendiger Anlagentechnik und unter besonderen Vorschriften eingesetzt werden.
 
 
3. Die Wärme. Eine zusätzliche Energieform.
 
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Wärme erhöht in den meisten Fällen die Aktivität der Reinigungsflüssigkeit.
 
Bei einigen Verschmutzungen bewirkt sie ein Aufweichen bis Schmelzen. Ähnlich wie die Butter in der Pfanne wird sie fliessfähig und die Haftung nimmt ab. Dadurch verkürzt sich die Behandlungsdauer erheblich.
 
Die Reinigungstemperatur liegt meist im Bereich zwischen 40 - 70°C.
 
Achtung: Eiweisshaltige Anhaftungen beginnen ab 40°C zu gerinnen und werden dadurch unlöslich.
 
 
 4. Die Reinigungsdauer. Nichts geschieht zeitlos.
 
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Die Reinigungsdauer hängt einerseits vom Schmutz als auch von der Wirksamkeit der anderen drei Faktoren ab. Mit der Ultraschallmethode liegen die Zeiten in der Regel bei einigen Sekunden bis wenigen Minuten. Bei Wartungsreinigungen können sie durchaus etwas höher liegen, da hier die Verunreinigungen meist schon über längere Zeit gealtert sind.
 
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